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Wieso frühes Kuscheln für die Karriere wichtig ist

„Wenn Kleinkinder lernen, Gefühle zu empfinden, sind sie später erfolgreicher im Job….“

CBF Coach News

Der Artikel ist lang und der Titel ist natürlich recht provokativ – es braucht schon eine gute Vertrauensbasis, bevor ich mich im Coaching so oder ähnlich ausdrücke!

Und doch, genau um die im Artikel angesprochene emotionale Intelligenz und die damit verbundene Empathiefähigkeit geht es – ob ausgesprochen oder nicht – fast immer im Coaching!

Freilich nennen sich auch viele Formen von Training bzw. eher datenbasierter Beratung „Coaching“, da es sich um einen nicht geschützten Zeitgeist-Begriff handelt, streng genommen grenzt sich das „echte“ Coaching aber eben dadurch davon ab: Es regt den Klienten vor allem zur (Selbst)Reflexion der Situation, die es zu lösen gilt, an.

Um reflektieren zu können, muss der Klient nach innen hören, muss Signale beachten, die er aus seiner Umwelt aufgenommen, aber womöglich nicht bewusst  wahrgenommen (nicht „für wahr“) genommen hat.

Das bedeutet, dass er zunächst einmal in Resonanz mit sich selbst gehen muss – also sich selbst gegenüber Empathie aufbringen muss.

Manche Klienten entdecken diese Fähigkeit ganz neu – sie haben diese vielleicht nicht wie im Artikel beschrieben schon als Kleinkind gelernt, andere finden sie erst durch ein Coaching wieder, denn unsere Arbeitswelt, wenn nicht sogar unsere Kultur erzieht, uns eher dazu, sie zu verleugnen.

Vor ein paar Jahren hat dies ein Experiment mit Kindergartenkindern belegt:

Zunächst brachte man den Kindern bei, auf keinen Fall mit fremden Personen mitzugehen – egal, was eine Person ihnen anbietet.

Danach gingen den Kindern unbekannte, erwachsene Teilnehmer des Experiments auf den Spielplatz und nahmen Kontakt mit ihnen auf. Sie baten sie zum Beispiel, kurz mit zum Supermarkt zu kommen und auf den kleinen Hund aufzupassen, weil dieser ja nicht mit hinein dürfe. Die Kinder gingen mit!

Bei der anschließenden Befragung zeigte sich, dass die Kinder das Verhalten der fremden Person zunächst „komisch“ gefunden hatten, sich dann aber nicht auf dieses Gefühl verlassen haben, weil sie nicht „unerzogen oder unhöflich“ sein wollten…

Wir lernen also früh, unsere eigene Wahrnehmung zugunsten einer Anpassung an gesellschaftliche Regeln zu unterdrücken.

Da wundert es nicht, dass wir den Erfolgsfaktor „Emotionale Intelligenz“ und dessen wesentliches Merkmal „Empathiefähigkeit“ häufig erst als Erwachsene sozusagen nach-lernen müssen.

Führungskräfte, die sich diese Kompetenz durch ein Coaching erworben haben, profitieren von deren Orientierung, ja Sicherheit gebenden Wirkung, denn sei es Motivation und Gesundheit fördernde erhaltende Mitarbeiter-führung, Netzwerkpflege und „Stakeholder-Management“, die Lösung von Konflikten oder das Erkennen und beantworten von Politiken der Umgebung – ohne Emotionale Intelligenz geht es nicht!

http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/bildung/article144732828/Wieso-fruehes-Kuscheln-fuer-die-Karriere-wichtig-ist.html

© Dr. Cristina Barth Frazzetta

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